Stufen der Mitwirkung

Stufen der Mitwirkung

Stufen der Mitwirkung

A) Information

Bei der reinen Information wird die Öffentlichkeit über die Planung oder Entscheide der Gemeinde oder Stadt transparent informiert. Sie hat aber auf diese keinen Einfluss. Die Information erfolgt in der Regel mit einem Aushang, einem Artikel im Gemeindeblatt, im gemeindeigenen Teletext oder einem Newsletter wie auch über Informationsveranstaltungen oder öffentliche Einsichtnahmen.

 

B) Konsultation

Die nächst höhere Mitwirkungsstufe umfasst die Konsultation. Bei dieser Partizipationsart können die Einwohnerinnen und Einwohner zu Entwürfen Stellung nehmen und ihre Meinung äussern. Als erfolgsversprechende Gefässe bewähren sich öffentliche Diskussionsveranstaltungen, die Befragung von Einwohnerinnen und Einwohnern, Bürgergespräche, Stellungnahmen oder auch Internet-Foren.

 

C) Mitbestimmung

Im Rahmen einer Kooperation erhalten die beteiligten Personen die Möglichkeit, ein Vorhaben aktiv mitzugestalten. Diese höchste Stufe der Mitwirkung führt zu einer intensiven Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung und mit Interessengruppen. In der Praxis haben sich Formen wie Arbeitsgruppen, der «Runde Tisch» oder auch Zukunftswerkstätten und Zukunftskonferenzen etabliert.

"Jeder Einbezug schürt Erwartungen und Ansprüche".

 

Ein Beteiligungsprozess führt Personen mit meist unterschiedlichen Interessen, Meinungen und Ideen zusammen, die sonst nicht miteinander in Beziehung getreten wären. Die Be­teiligten erhalten ein umfangreicheres Wissen über die verschiedenen Facetten eines Vorhabens. Die in einem Beteiligungsverfahren erreichten Ergebnisse haben oft eine höhere Akzeptanz und sind robuster gegenüber Kritik. Die Umsetzung kann oft rascher erfolgen und es muss später weniger nachgebessert werden, wodurch wiederum Zeit und Geld gespart werden können.

 

In unseren nächsten Blogs finden Sie konkrete Einbezugsbeispiele von Gemeinden.

 

Verwendete Quellen:

Bundeskanzleramt Österreich. (2008): Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung. Empfehlungen für die gute Praxis. Vom Ministerrat am 2. Juli 2008 beschlossen.

Schweizerischen Gemeindeverband. (2015): Wissen, was die Bürger wollen. In Zeitschrift «Schweizer Gemeinde», Ausgaben vom April 2015. Online. Gefunden am 16.4.2018 unter www.chgemeinden.ch.

Stadt Winterthur. (2015): Leitfaden Partizipation Winterthur. Fachstelle Stadtentwicklung und Quartierentwicklung Winterthur in Zusammenarbeit mit der FHS St.Gallen, Kompetenzzentrum Soziale Räume SR-FHS.

Stadt Zürich. (2013): ePartizipation in der Stadtentwicklung. Begriffe - Möglichkeiten - Empfehlungen.

 

 
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